Französisch

Fachprofil
Tag der deutsch-französischen Freundschaft
Schüleraustausch
Fremdsprachenassistentin (2016/17)
Catherine Bouin am ChG (2017)
Mehrsprachiger Audioguide für Traunstein
DELF
Marc Bouvet am ChG (2016)
FranceMobil am ChG (2018)

Französisch wird am ChG als 2. Fremdsprache ab Jahrgangsstufe 6 und als 3. Fremdsprache ab Jahrgangsstufe 8 angeboten. Französisch kann im Abitur als schriftliches oder mündliches Prüfungsfach gewählt werden.

Warum Französisch?

  • Wichtige Institutionen wie die Europäische Kommission, das Europaparlament und die Hochschulrektorenkonferenz fordern: Muttersprache + zwei moderne Fremdsprachen
  • Französisch wird zur Zeit von ca. 220 Millionen Menschen auf der ganzen Welt gesprochen (davon als Mutter- oder Verkehrssprache unter anderem in Frankreich, der Schweiz, Belgien, Luxemburg, der kanadischen Provinz Québec, und vielen Ländern Afrikas).
  • Französisch ist in Europa nach Deutsch die Sprache mit der zweitgrößten Zahl an Muttersprachlern.
  • Frankreich ist der wichtigste Partner Deutschlands in Politik und Wirtschaft.
  • In Deutschland ist Französisch nach Englisch die in der Erwerbstätigkeit am zweithäufigsten geforderte Fremdsprache. (Quelle: BIBB/BAUA Erwerbstätigenbefragung 2006)
  • Frankreich ist maßgeblich in Kultur, Kunst, Gastronomie und Mode.
  • Frankreich ist ein faszinierend vielfältiges Reiseland (herrliche Städte und Dörfer, die Alpen, das Zentralmassiv, die Pyrenäen, der Atlantik, das Mittelmeer, Korsika, zahlreiche überseeische Inseln, …).
  • Rege Schüleraustauschaktivitäten (siehe unten) verleihen dem Französischunterricht am ChG eine motivierende Lebendigkeit.
  • Französisch ist einfacher als vielleicht gedacht. Zur Illustration hier einige interaktive Übungen, die selbst ohne jegliches Französisch-Vorwissen ein Kinderspiel sind:
     

Die Lehrkräfte der Fachschaft Französisch

OStR Christlmaier, Georg - E, F, Sp
StD Gand, Markus - D, F
OStRin Kosak, Barbara - D, F
OStRin Mohr, Sabine - D, F
OStR Piezinger, Gerhard - E, F
StRefin Scharfenberg, Lena - D, F
StR Vordermayer, Martin - F, L

Lehrwerke 

Wir arbeiten mit den Lehrwerken Découvertes und Cours Intensif, in der Oberstufe mit Horizons und Parcours Plus (Nouvelle Édition). Für Schulaufgaben in der Oberstufe und die Abiturprüfung sind Wörterbücher zugelassen.

Austausch

Wir bieten Schüler(inne)n der 10. und 11. Klassen alljährlich einen Austausch mit dem Lycée Aristide Bergès in Seyssinet-Pariset (Grenoble) und Schüler(inne)n der 9. Klassen bei entsprechender Nachfrage einen Austausch mit dem Collège Alfred Sisley in Moret-sur-Loing (nahe Fontainebleau) an. Darüber hinaus motivieren und unterstützen wir Schüler(innen) bei individuellen Austauschmaßnahmen, z. B. mit dem Heinrich-Heine-Programm (vgl. dazugehöriges Infomaterial/Bewerbungsformular) des Bayerischen Jugendrings.

DELF-Prüfung

Schüler(innen) der 10. und 12. Jahrgangsstufe können am ChG das international anerkannte Sprachdiplom DELF ablegen. Die DELF-Prüfung besteht aus zwei Teilen; im schriftlichen Teil wird das Hörverstehen, Leseverstehen und das Schreiben von Texten geprüft, im mündlichen Teil hält der Schüler/ die Schülerin ein Kurzreferat zu einem bestimmten Thema und muss ein Gespräch in der Fremdsprache führen.

Weitere Informationen und Beispielprüfungen gibt es hier: http://www.ciep.fr/delf-scolaire/index.phpFür alle, die nun mehr über Frankreich, seine Sprache und das französische Lebensgefühl des „savoir vivre“ erfahren wollen…À bientôt en cours de français ! (Bis bald im Französischunterricht!)Die Fachschaft Französisch

Der Tag der deutsch-französischen Freundschaft am 22. Januar wurde auch in diesem Jahr wieder durch eine ganze Reihe von Aktionen begleitet: So verkaufte der Oberstufenkurs Französisch (Q12) Crêpes und andere französische Spezialitäten in der großen Pause, das FranceMobil begeisterte die siebten Klassen mit diversen Spielen und Aktivitäten zum Thema Frankreich, unser Schulkoch kochte eine Woche lang typisch französische Gerichte in der Schulmensa und die Klasse 10d organisierte ein Frankreichquiz für die Unterstufe und ein französisches Fahnensuchspiel für die ganze Schule. Als Preise winkten für die siegreichen Klassen selbstgebackene Crêpes.

Grenoble 2016/2017

Leben wie Gott in Frankreich
 
Schüleraustausch der 10. Klassen mit dem Lycée Aristide Bergès in Grenoble
 
Mit der französischen Redewendung „On y va!“, was so viel heißt wie „Auf geht’s!“, verließen wir während unseres Aufenthalts in Grenoble täglich das Haus unserer Gastfamilien. Und bereits bei der Abfahrt nach Frankreich im Oktober 2016 nahmen wir uns diesen Satz zu Herzen: Uns standen zwölf Stunden Busfahrt nach Grenoble bevor. Als wir uns dem Lycée näherten und unsere Gastfamilien sahen, die bereits auf uns warteten, stieg die Nervosität. Durch den freundlichen Empfang war die Aufregung jedoch schnell vergessen und wir freuten uns auf eine spannende Woche.
 
Ein freies Wochenende mit unserer Gastfamilie ermöglichte es uns zunächst, unsere Austauschpartner besser kennen zu lernen und anfängliche Sprachbarrieren zu überwinden. Schnell wurde uns klar, dass wir auf dieser Reise Bekanntschaften und Erfahrungen fürs Leben machen würden. Natürlich verbrachten wir mit unseren Austauschpartnern einige Stunden in der Schule, um uns den französischen Unterrichtsalltag vor Augen zu führen. Geprägt war unser Aufenthalt jedoch auch von zahlreichen Ausflügen. Bei einer Stadtrallye in Grenoble erkundeten wir die Stadt und lernten ihre schönsten Facetten kennen. Die Seilbahnfahrt zur „Bastille de Grenoble“, einer Festung des 19. Jahrhunderts, war uns aufgrund des schlechten Wetters leider nicht vergönnt. Stattdessen besichtigten wir das „Musée de Grenoble“ und sahen uns im Kino den Film „L’Odyssée“ über den französischen Meeresforscher Jacques-Yves Cousteau an. Aber nicht nur kulturell, sondern auch kulinarisch hat Frankreich viel zu bieten und so besichtigten wir eine Käserei, in der wir anschließend viele Köstlichkeiten probieren durften. Wir fühlten uns wie Gott in Frankreich. Schließlich war die Fahrt nach Lyon, die drittgrößte Stadt Frankreichs, ein besonderer Höhepunkt unserer Reise. Wir schlenderten durch die Gassen, genossen das französischen Flair und besichtigten „Les Halles de Lyon – Paul Bocuse“, wo wir unter anderem die Möglichkeit hatten, Austern zu probieren und Macarons in allen erdenklichen Variationen zu kaufen.
 
Nach einem abwechslungsreichen und aufregenden Aufenthalt in Grenoble freuten wir uns auf den Gegenbesuch unserer Austauschpartner, der Ende März 2017 stattfand. Nach einem Familientag am Sonntag begann die Schulwoche, in der die französischen Schülerinnen und Schüler neben einigen Unterrichtsstunden täglich ein vielseitiges Programm erwartete. Der Besuch der Bäckerei Deisenseer, bei der sie die Möglichkeit hatten, traditionelle bayerische Brezen zu backen, sowie die Besichtigung des Hofbräuhauses Traunstein waren für unsere Austauschpartner ganz besondere Erlebnisse. Außerdem fand eine Autorenlesung statt. Dabei las der Schriftsteller Wolfgang Schweiger den Austauschteilnehmern seinen Kurzkrimi „Späte Rache“ vor, der in Traunstein spielt und nach dessen Vorlage die französischen Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Projekts einen Fotoroman gestalten wollten. Nun hatten sie die Möglichkeit, den Autor persönlich zu fragen, was ihnen auf dem Herzen lag, um ihren Fotoroman zu vollenden. Auch fuhren wir alle zusammen nach München und nutzten die Gelegenheit, unserem Besuch die verschiedensten Sehenswürdigkeiten zu zeigen. Schließlich rundete ein „Bayerischer Abend“ die erlebnisreiche Woche ab. Hierbei brachten wir unseren Austauschpartnern die bayerische Kultur nahe: Typisch bayerisches Essen und Schuhplattl-Einlagen gehörten dabei ebenso dazu wie Wettkämpfe im Maßkrugstemmen und Armdrücken. Natürlich durfte an diesem Abend auch unsere Tracht nicht fehlen und selbst viele französische Schülerinnen und Schüler trugen mit großem Stolz Dirndl und Lederhose.
 
Zusammenfassend können wir sagen, dass der Austausch unsere Erwartungen noch übertraf und wir mit einem Lächeln im Gesicht auf die schöne Zeit zurückblicken. Wir machten viele Erfahrungen und Bekanntschaften fürs Leben, die wir nicht mehr missen möchten. An dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an Frau Schwarz,  Herrn Vordermayer und Monsieur Parrenin für ihr großes Engagement, ohne das diese Reise gar nicht erst möglich gewesen wäre. Merci pour tout!
 
Katharina Floßmann (10e) und Anna Steinbacher (10e)

fromage, fromage, fromage... bei unserer Käsereibesichtigung im Vercors
fromage, fromage, fromage... bei unserer Käsereibesichtigung im Vercors

Grenoble 2017/2018

Eine Woche Frankreich genossen kurz nach Schuljahresbeginn die Teilnehmer(innen) des diesjährigen Schüleraustauschs mit dem Lycée Aristide Bergès (Grenoble). 24 Schüler(innen) der 10. Jahrgangsstufe konnten in ihren Gastfamilien ihre Französischkenntnisse unter Beweis stellen, das französische Schulsystem kennenlernen und vor allem Freundschaften im Nachbarland knüpfen. Zahlreiche Ausflüge und Exkursionen vermittelten abwechslungsreiche Eindrücke von Frankreich: Neben einer Stadtrallye in Grenoble standen etwa die Besichtigung einer Tropfsteinhöhle im Vercors-Gebirge und eine Fahrt nach Lyon auf dem Programm. Einige mutige Schüler(innen) kosteten dort, in der Hauptstadt der französischen Gastronomie zum ersten Mal Austern. Chapeau! Außerdem fuhren wir mit der berühmten Grenobler "Seifenblasen-Seilbahn", den "bulles de Grenoble", hinauf zur Bastille, um von dort oben bei bestem Wetter die Aussicht auf die Stadt und den Blick zum Mont Blanc zu genießen. 

In diesen berühmten "bulles" gelangten wir auf die Bastille von Grenoble.
In diesen berühmten "bulles" gelangten wir auf die Bastille von Grenoble.


Jung.  Mitreißend. Original Französisch. 
Fremdsprachenassistentin Alicia Hammer im Französischunterricht

Wie lernt man eine Fremdsprache am besten? – Vor Ort mit Muttersprachlern! Zwar können wir den Französischunterricht nicht einfach nach Frankreich verlegen. Frankreich aber in den Französischunterricht zu holen war im Schuljahr 2016/17 problemlos möglich, und zwar in Gestalt unserer Fremdsprachenassistentin Alicia Hammer aus der Bretagne.

Das vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) organisierte Fremdsprachenassistentenprogramm ermöglicht den teilnehmenden Assistent(inn)en (häufig angehenden Deutschlehrkräften) anderer Länder, praxisnahe Erfahrungen in Deutschland zu sammeln. Umgekehrt kommen die Schüler(innen) und Lehrkräfte der deutschen Schulen in den Genuss von Unterrichtsstunden mit jungen Muttersprachlern. Zur großen Freude der Französischschüler(innen) und -lehrkräfte des Chiemgau-Gymnasiums wurde unserer Schule für das Schuljahr 2016/17 seit längerem wieder eine Fremdsprachenassistentin zugewiesen.

Und so stand in den einzelnen Klassen im Fach Französisch häufig nicht die eigentliche Französischlehrkraft, sondern Alicia Hammer vor den Schüler(inne)n und gewährte authentische Einblicke ins Französische und in ihre französische Heimat. Französische Lieder (chansons), die Analyse kurzer Videosequenzen, Präsentationen (zum Beispiel zur Bretagne) oder Konversationsübungen gehörten dabei ebenso zu ihrem Repertoire wie das gemeinsame Zubereiten von Crêpes oder das Einstudieren kurzer Theaterstücke. Es versteht sich von selbst, dass Unterrichtsstunden mit Alicia bei den Schüler(inne)n zu den beliebtesten Französischstunden des Schuljahres gezählt haben dürften. Denn nur selten kann man das Gelernte in so authentischem Kontext auch gleich ausprobieren wie in Gegenwart einer echten Französin. Darüber hinaus stand Alicia den Schüler(inne)n auch außerhalb des Unterrichts bei Fragen zur französischen Sprache mit Rat und Tat oder auch individuellen Nachhilfestunden zur Seite.

Wir haben also allen Grund, uns ganz herzlich bei Alicia Hammer für ihren engagierten Einsatz und die motivierende Art ihres Unterrichts zu bedanken, und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.

Merci beaucoup, Alicia, et bonne continuation! 

Alicia Hammer in Aktion – hier bei einem deutsch-französischen Theaterstück mit der Klasse 6ad
Alicia Hammer in Aktion – hier bei einem deutsch-französischen Theaterstück mit der Klasse 6ad

Französischer „Geschichtsunterricht“ am ChG

Catherine Bouin anlässlich des französischen Nationalfeiertags am Chiemgau-Gymnasium

Wer gedacht hätte, ohne multimediale und digitale Unterstützung ließen sich Jugendliche heute nur noch schwer begeistern, wurde am ChG kürzlich eines Besseren belehrt.

Wenngleich die digitale Revolution, Tablets und Apps längst auch Einzug im Französischunterricht gehalten haben, reichten am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag, allein die Stimme, Mimik und Gestik eines besonderen Gastes aus, um die Schüler in ihren Bann zu ziehen: Catherine Bouin, eine professionelle „conteuse“ (Erzählerin) aus Südfrankreich gab in fünf aufeinanderfolgenden Auftritten unterschiedlichen Anforderungsniveaus vor allen Französischklassen des Chiemgau-Gymnasiums diverse Geschichten zum Besten.

Der Beruf des „conteur“ (Erzähler) als freischaffender Künstler ist in Frankreich keine Seltenheit, das Erzählen in der französischen Kultur – anders als in Deutschland – als anerkannte Kunstform fest verankert. Zahlreiche Erzähl-Festivals („festivals du conte“) zeugen jenseits des Rheins von der Lebendigkeit dieser Tradition. Die besondere Form der mündlichen Weitergabe von Geschichten, Anekdoten, Märchen und Rätseln lustiger und nachdenklicher Art ermöglicht auch deutschen Zuhörern einen lebendigen Zugang zur französischen Sprache.

Gleichsam als Botschafterin der französischen Erzählkunst tritt Catherine Bouin daher regelmäßig vor deutschen Schulklassen auf. Da sie es versteht, sich auf das Niveau der jeweiligen Lernstufe einzustellen, erwartet die Schüler jeweils eine auf ihr sprachliches Können individuell abgestimmte Veranstaltung. Dank einer deutlichen Aussprache, einer bei Bedarf angepassten Sprechgeschwindigkeit und schließlich der Auswahl altersgemäßer Stoffe gelingt es Catherine Bouin mühelos, Oberstufenschüler ebenso wie Schüler des ersten Lernjahres in die Welt ihrer Geschichten zu entführen und sie erfahren zu lassen, dass sie „echtes“ Französisch ohne Probleme verstehen können. Was für ein Erfolgserlebnis!

Es verwundert daher nicht, dass – wie geschehen – Schüler der sechsten Klasse unmittelbar nach dem Auftritt Bouins ihrer Lehrerin im Deutschunterricht spontan die eben gehörten Geschichten voller Begeisterung nacherzählen wollten – noch dazu auf Französisch. 

Nahm Schüler des ChG mit auf Gedankenreise nach Frankreich – Catherine Bouin
Nahm Schüler des ChG mit auf Gedankenreise nach Frankreich – Catherine Bouin

Welcome to Traunstein! Bienvenue à Traunstein! Benvenuti a Traunstein!

P-Seminar des Chiemgau-Gymnasiums erstellte mehrsprachigen Audioguide für Traunstein 

Was heißt „Senefelder Stangenpresse“ auf Englisch? Wie übersetzt man „Nagelfluh“ ins Französische? Wie würde ein Italiener wohl für „Scheibenpfennig“ sagen? – Unwichtig? Nicht, wenn die Aufgabe lautet, einen mehrsprachigen Audioguide für Traunstein zu produzieren. Genau dieser Herausforderung stellte sich in den vergangenen beiden Schuljahren ein P-Seminar des Chiemgau-Gymnasiums zusammen mit der Stadt Traunstein.  
24 Schülerinnen und Schüler eines P-Seminars der Fächer Englisch, Französisch und Italienisch begannen daher im Herbst 2015 mit ihren Lehrkräften Karin Bernauer und Martin Vordermayer die Recherche. Mit Hilfe von Fachliteratur, Internet, diversen Stadtführungen, einigen Besuchen im Stadtarchiv und einer Führung im Heimathaus erarbeiteten sich die Seminarteilnehmer(innen) das nötige Hintergrundwissen und stießen dabei auf mancherlei interessante und unerwartete Informationen über Traunstein. Hätten Sie gewusst, dass in Traunstein – heute als Bierstadt bekannt – früher Wein angebaut wurde? Oder dass der namhafte Barockkünstler Balthasar Permoser, der den Figurenschmuck am Dresdener Zwinger schuf, aus unserer Gegend kam?
Bestens informiert machten sich die Schülerinnen und Schüler daraufhin an die redaktionelle Arbeit. Es galt, die Texte der 18 Stationen des Audioguides zu verfassen. Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt, denn die Texte sollten nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam werden. Lustige Anekdoten lockern daher die Texte auf und historische Persönlichkeiten (z. B. Ludwig Thoma, der Heilige Oswald oder Herzog Max von Bayern) kommen zu Wort. Nach der Übertragung der fertigen Texte in die Fremdsprachen Englisch, Französisch und Italienisch konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Texte im Tonstudio von Q3. Quartier für Medien, Bildung, Abenteuer unter sachkundiger Anleitung von Herrn Danilo Dietsch und Frau Felicitas Keefer aufnehmen. Besonders gefreut hat es die Seminarteilnehmer(innen), dass sich Herr Oberbürgermeister Christian Kegel für das Einsprechen des Vorwortes in sämtlichen Sprachen selbst zur Verfügung stellte.
Schließlich wurden die Aufnahmen vom seminareigenen Technikteam geschnitten und mit diversen Soundeffekten versehen, bevor die fertigen Audiodateien der Stadt Traunstein übermittelt werden konnten.
Die Schülerinnen und Schüler des P-Seminars „Mehrsprachiger Audioguide für Traunstein“ können sich mittlerweile nicht nur über ihr bestandenes Abitur freuen, sondern zu Recht stolz auf „ihren“ Audioguide blicken. Ohne ihr Engagement, ihre Kreativität und ihren Arbeitseinsatz wäre die Realisierung des Projekts undenkbar gewesen!

Dank der technischen Umsetzung durch die Agentur Utopia steht der Audioguide ab sofort als multimediale App namens „Stadtspaziergang Traunstein“ in den App-Stores von Google Play und Apple kostenlos zum Download zur Verfügung. Zunächst sind nur die deutschen Audiodateien online. Die weiteren Sprachen sollen folgen. Wer die Auflösung der eingangs gestellten Fragen erfahren will und wissen möchte, was die genannten Begriffe mit Traunstein zu tun haben, ist daher herzlich eingeladen, sich die App herunterzuladen und Traunstein mit seinem Tablet oder Smartphone zu erkunden. 

Im App-Store erhältlich - der neue Audioguide für Traunstein
Im App-Store erhältlich - der neue Audioguide für Traunstein

Das international anerkannte Sprachzertifikat für Französisch stellt ein begehrtes Plus im Lebenslauf dar.
 
Fremdsprachenkenntnisse gelten als wichtige Zusatzqualifikation in der Berufswelt. Was liegt da näher, als sich diese auf dem Höhepunkt seiner Sprachkompetenz offiziell bescheinigen zu lassen und so aus der Schule etwas fürs „richtige“ Leben mitzunehmen?  Genau dies bietet das Traunsteiner Chiemgau-Gymnasium (ChG), das als „DELF-Prüfungszentrum“ schon seit einigen Jahren die Berechtigung zur Abnahme der Prüfungen zum sogenannten „Diplôme d’Études en Langue Française“ hat. Dieses vom französischen Staat ausgestellte DELF-Diplom ist das einzige international anerkannte Sprachdiplom für Französisch und kann alljährlich am ChG auf den Niveaustufen B1 (10. Klasse) und B2 (12. Klasse) des europäischen Referenzrahmens für Sprachen erworben werden. Das Diplom ist als Sprachnachweis, der über die reine Zeugnisnote hinausgeht, oft von großem Vorteil bei Bewerbungen für einen Studien- oder Arbeitsplatz. So ersetzt das B2-Diplom an einigen Hochschulen der französischsprachigen Länder beispielsweise die Spracheignungsprüfung.
 
Am ChG können die Schülerinnen und Schüler die DELF-Prüfungen in vertrauter Umgebung ablegen und werden dabei von zertifizierten Französischlehrkräften der Schule geprüft. Auch entfällt die Anfahrt zu einem anderen Prüfungsort. Zudem wird die Prüfungsvorbereitung von der Schule koordiniert und organisiert. Beste Voraussetzungen also für ein erfolgreiches Abschneiden in den vier Prüfungsbereichen Hörverstehen, Leseverstehen, mündliche und schriftliche Sprachproduktion.
 
Es wundert daher nicht, dass auch in diesem Jahr die Kandidat(inn)en die Prüfung oft mit hervorragenden Ergebnissen bestanden und sich eine wertvolles Plus für ihren Lebenslauf erworben haben. 

Erfolgreiche DELF-Absolvent(inn)en des Chiemgau-Gymnasiums mit ihren Diplomen
Erfolgreiche DELF-Absolvent(inn)en des Chiemgau-Gymnasiums mit ihren Diplomen
Das Chiemgau-Gymnasium ist offizielles DELF-Prüfungszentrum.
Das Chiemgau-Gymnasium ist offizielles DELF-Prüfungszentrum.
DELF

Eine französische Geschichtsstunde der besonderen Art

Marc Bouvet am ChG

„Bonjour, je suis le P’tit Louis…“ – Guten Tag ich bin der kleine Louis…“ Mit diesen Worten begann Marc Bouvet seine Vorstellung zur Französischen Revolution am Chiemgau-Gymnasium.

Die Französisch-Schülerinnen und -Schüler der Klassen 10 bis 12 durften dem aus Paris stammenden Franzosen mit seiner Geschichte vom kleinen Louis in das revolutionäre Frankreich folgen.

Da Marc Bouvet schon lange in Deutschland lebt, ergänzte er einige Teile seines kleinen Schauspiels auf Deutsch und übersetzte unbekannte Wörter. In der Rolle des kleinen Louis las er aus seinem Tagebuch vor und vermittelte so eine interessante Darstellung der Zustände und Veränderungen in Frankreich an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Die französische Geschichte wurde dabei von Marc Bouvet aber nicht nur vorgelesen, sondern auch mit Verkleidungen, Requisiten und einem Brief der Bevölkerung an den König szenisch untermalt. Sogar Gesang brachte er in seinen Vortrag ein, indem er kraftvoll die Marseillaise anstimmte, die französische Nationalhymne, die damals entstanden war.

Louis’ Tagebuch-Erzählung begann mit dem ersten Heißluftballonflug über Paris im Jahre 1783, bei dem sogar Menschen transportiert wurden. Der Junge berichtet in seinen Tagebucheinträgen von vielen wichtigen geschichtlichen Ereignissen, doch auch ganz persönliche Geschichten fanden darin Platz, so etwa die von der ersten Begegnung mit seiner zukünftigen Freundin Louisette.

Auch weniger Romantisches wurde thematisiert: Die Funktionsweise einer Guillotine durch die Hinrichtung eines Wiener Würstchens machte den Schülerinnen und Schülern klar, dass dies eine relativ schmerzfreie Lösung war, die damals zahlreichen Exekutionen durchzuführen. Auch die großen Änderungen, die die Revolution noch mit sich brachte – Maßeinheiten, Kalender, Religion und vieles mehr wurden neu festgelegt und stellten einen Umbruch dar – erläuterte Marc Bouvet.

Alles in allem konnte man mit dieser außergewöhnlichen Französisch- und Geschichtsstunde sein Wissen über die Französische Revolution auffrischen und neue Erkenntnisse gewinnen.

Maxi Piontek, Carola König (Q11)

Marc Bouvet machte französische Geschichte am ChG lebendig.
Marc Bouvet machte französische Geschichte am ChG lebendig.

Das FranceMobil am ChG

Anlässlich des deutsch-französischen Tages 2018 konnten sich die Schülerinnen und Schüler der siebten Jahrgangsstufe auf eine besondere Begegnung freuen: Durch den Besuch des sogenannten FranceMobils konnten sie Frankreich und die französische Sprache hautnah erleben. Und wie könnte das besser gehen als mit einer echten Französin. In der Tat begeisterte Marie Quémerais aus der Bretagne ihr junges Publikum mit einer Reihe von Spielen und Aktivitäten rund ums Thema Frankreich. Hierbei gewährte sie nicht nur interessante Einblicke in die französische Lebensweise, Gastronomie und Musik, sondern führte den Schülerinnen und Schülern, welche bisher noch keinen Französischunterricht hatten, eindrucksvoll vor Augen, dass Französisch auch ohne Vorkenntnisse zu verstehen ist. Der Beweis: Trotz der ausschließlichen Verwendung ihrer Muttersprache, konnten die Jugendlichen Marie Quémerais‘ Ausführungen problemlos folgen und ihre Spielanleitungen in die Tat umsetzen.

Mit dem FranceMobil bringt das Deutsch-Französische Jugendwerk in Zusammenarbeit mit dem Institut Français Frankreich ins Klassenzimmer. Zwölf französische Lektor(inn)en (hier im Bild Marie Quémerais vor dem ChG) touren hierfür alljährlich durch ganz Deutschland – mit einem frischen und oft überraschenden Bild Frankreichs im Gepäck!
Mit dem FranceMobil bringt das Deutsch-Französische Jugendwerk in Zusammenarbeit mit dem Institut Français Frankreich ins Klassenzimmer. Zwölf französische Lektor(inn)en (hier im Bild Marie Quémerais vor dem ChG) touren hierfür alljährlich durch ganz Deutschland – mit einem frischen und oft überraschenden Bild Frankreichs im Gepäck!
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